Weintipps
   
Lagern im Liegen    
Weinflaschen müssen grundsätzlich liegend aufbewahrt werden und sollten sich dabei stets in einer Umgebung mit hoher Luftfeuchigkeit befinden. Es ist nämlich wichtig, dass der Korken ständig mit Flüssigkeit benetzt ist. Nur so wird sichergestellt, dass der Korken im Laufe der Jahre, die er lagert, nicht austrocknet. Bei stehend aufbewahrten Flaschen zieht sich dagegen der Korken zusammen und schrumpft, so dass zwischen ihm und dem Flaschenhals Luft eindringen kann. Dieser erhöhte Luftaustausch führt dazu, dass Wein verdunstet, das Füllniveau sinkt und der edle Tropfen oxidiert rasch. Der einzige mögliche Nachteil der liegenden Aufbewahrung: Bei kranken Korken kann der Wein einen unangenehmen Korkgeschmack annehmen. Gegen dieses Risiko ist jedoch kein Weintrinker gefeit.
Auch der beste Keller oder Klimaschrank verhindert nicht, dass ein Wein nach Kork schmecken kann.
Wein muss atmen    
Schwere Rotweine sollten schon zwei Stunden vor dem Genuss dekantiert werden. Beim Servieren wird dann die leere Flasche neben die Karaffe auf den Tisch gestellt. Wer keine Dekantierkaraffe besitzt, öffnet die Flaschen vier Stunden, bevor der Wein getrunken wird.
Der 2° Tipp    
Experten servieren Weiss- und Rotweine gern ein bis zwei Grad kühler als vorgeschrieben. Im Glas nimmt der Wein nämlich schnell die (meist sehr viel höhere) Umgebungstemperatur an.
Weinetikette    
Manche Weinetiketten lösen sich nach einigen Jahren von der Flasche, weil der Klebstoff sich bei der erhöhten Luftfeuchtigkeit auflöst. In diesem Falle hilft es, die Weinflaschen in Klarsichtfolie einzuwickeln. So wird auch verhindert, dass die Etiketten stockfleckig werden.
Optimale Trinkreife    
Bei richtiger Lagerung können sich Weine in der Flasche verfeinern. Nach einem bestimmten Zeitpunkt bauen sie jedoch langsam ab: Sie verlieren Ihre Fruchtigkeit, werden fade und trocknen aus. Der Zeitpunkt liegt bei jedem Wein und  Jahrgang anders. Hier einige Anhaltspunkte für die optimale Trinkreife:
Weissweine    
Aigle, Epesses, Dézaley (Schweiz) 1-2 Jahre
Gavi, Pinot Grigio, Soave, (Italien) 1-2 Jahre
Petit Chablis, Entre-Deux-Mers (Frankreich) 1-3 Jahre
Grüner Veltliner, Welschriesling (Österreich) 1-3 Jahre
Sauvignon Blanc (Südafrika, Neuseeland) 1-3 Jahre
Chardonnay, Sauvignon (Italien) 1-5 Jahre
Bourgogne Blanc, Macon (Frankreich) 1-5 Jahre
Riesling trocken (Deutschland) 1-8 Jahre
Meursault, Puligny-Montrachet (Frankreich) 3-15 Jahre
Riesling edelsüss (Deutschland) 5-50 Jahre
Sauternes edelsüss (Frankreich) 5-50 Jahre
Rotweine    
Beaujolais, Côtes du Rhone (Frankreich) 1-3 Jahre
Bourgogne Rouge, Mercurey (Frankreich) 1-3 Jahre
Dôle, Blauburgunder (Schweiz) 1-3 Jahre
Blauer Zweigelt, St. Laurant (Österreich) 1-4 Jahre
Cabernet Sauvignon, Merlot (Chile) 1-4 Jahre
Bordeaux Supérieur 1-5 Jahre
Corbières, Fitou, Minervois (Frankreich) 1-5 Jahre
Merlot, Zinfandel (USA) 2-6 Jahre
Chianti, Vino Nobile di Montepulciano (Italien) 2-8 Jahre
Spätburgunder, Lemberger (Deutschland) 2-8 Jahre
Blaufränkisch-Cuvées (Österreich) 2-10 Jahre
Shiraz (Australien) 2-15 Jahre
Chateuneuf-du-Pape, Chambertin (Frankreich) 3-15 Jahre
Cabernet Sauvignon (Kalifornien) 3-15 Jahre
Brunello di Montalcino, Barolo (Italien) 3-20 Jahre
Ribeira del Duero, Rioja Reserva (Spanien) 5-30 Jahre
Bordeaux Grand Cru, Hermitage (Frankreich) 5-30 Jahre
   
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